Druckdateninfos


Welches Programm?
Das verwendete Programm sollte nach Möglichkeit mit verschiedenen Farbräumen und Farbprofilen umgehen können. Zu bevorzugen sind ohne Frage professionelle Lösungen von Adobe, Quark oder Corel, eher ungeeignet sind Office-Produkte wie Word oder Excel.
Auch Freeware wie GIMP, Inkscape und Scribus können eingesetzt werden, allerdings mit zum Teil erheblichen Einschränkungen und mäßiger Begeisterung in der Druckerei.
Gern werden Bildbearbeitungs- und Grafikprogramme wie Photoshop und Illustrator für Satzarbeiten "zweckentfremdet" und es ist in der Regel auch kein Problem, damit beispielsweise einen Flyer druckreif zu erstellen, nur sollte man vorher genau wissen, worauf man sich einlässt.
Nicht empfehlenswert sind Word, Excel oder PowerPoint, auch wenn es durchaus möglich ist, mit diesen Programmen Vorlagen für den Druck zu erstellen. Die Office-Anwendungen beherrschen ausschließlich den RGB-Farbraum, Beschnittzugabe muss man im Vorfeld ins Format einberechnen, eingebundene Bilder erfordern eine exakte Aufbereitung im Vorfeld und die Kontrolle über Maße und Ausrichtung beschränkt sich auf einen Grad, der seinem jeweils angedachten Verwendungszweck sicher genügt, aber sich bei der Herstellung von Druckerzeugnissen als tückisch erweisen kann.

Welches Endformat?
Formate werden in der Druckindustrie in der Regel nach Breite und Höhe benannt. Ist die Breite größer als die Höhe, spricht man von einem Querformat, ist die Höhe größer als die Breite handelt es sich um ein Hochformat.
Druckerzeugnisse verfügen über zwei unterschiedliche Endformate: offen und geschlossen. Bei Briefbögen, Visitenkarten oder Flyern sind beide identisch. Anders bei Falzprodukten. Hier gibt das offene Endformat die Größe an, die das Druckerzeugnis im aufgeklappten Zustand haben würde. Ein 6-seitiges DIN lang Faltblatt wird in der Regel von einem offenen DIN A4-Format (297 x 210 mm) auf ein geschlossenes DIN lang-Format (99 x 210 mm bzw. 100 x 210 mm) gefalzt.
Aus der Angabe von offenem und geschlossenem Format, lässt sich in einigen Fällen die gewünschte Verarbeitung ableiten, aber hierbei sind leicht Missverständnisse möglich, weshalb ein Muster in jedem Fall ratsam ist.

Was ist Beschnittzugabe?
Beinhaltet ein Druckprodukt Elemente (Bilder, Flächen oder auch Text), die im fertigen Produkt bis exakt an den Rand reichen sollen, so nennt man diese Elemente randabfallend. Die Beschnittzugabe stellt dabei sicher, dass ein randabfallendes Element nicht doch versehentlich einen schmalen weißen Rand erhält. Das randabfallende Element muss dazu über den Dokumentenrand hinausragen, je nach Druckverfahren bis zu einige Millimeter. Dieser Überstand nach außen ist die Beschnittzugabe und verschwindet während der Weiterverarbeitung beim Endbeschnitt des Druckerzeugnisses.

Welcher Farbraum?
In Zusammenhang mit Druckerzeugnissen kommen verschiedene Farbräume zum Einsatz. Der größte dieser Farbräume ist der L*a*b*-Farbraum, der den Bereich der wahrnehmbaren Farben abdeckt. Das Problem des L*a*b*-Farbraums ist es allerdings, dass kein technisches Gerät diesen Farbraum erfassen bzw. wiedergeben kann.
Dazu gibt es den RGB (Rot, Grün, Blau)-Farbraum, der einen eingeschränkten Bereich des Farbspektrums abdeckt und der kleiner ist, als das menschliche Auge wahrnehmen kann. Durch das Addieren der drei Farbbestandteile entstehen von Schwarz ausgehend und von den jeweiligen Anteilen abhängig immer hellere Farben, bis hin zu Weiß, wenn alle drei Farben mit maximaler Helligkeit addiert werden. Scanner und Digitalkameras können diese Lichtfarben erkennen und speichern, Monitore stellen sie mittels Leuchtmitteln dar.
Es gibt drei besonders wichtige RGB-Farbräume: sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB. sRGB ist der kleinste und am weitesten verbreitete RGB-Farbraum und ist heute mehr oder weniger ein Standard in der digitalen Amateurfotografie. Professionelle Systeme können meist den größeren AdobeRGB-Farbraum abbilden und es kann nahezu der gesamte Druckfarbraum abgedeckt werden. Ähnliches gilt für ECI-RGB, nur dass dieser Farbraum mit einem anderen Gamma-Wert arbeitet.
Der eigentliche Druckfarbraum umfasst den im Verhältnis kleinsten Bereich des Spektrums. Aus den Körperfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK - Cyan, Magenta, Yellow, Key) wird durch Subtraktion Farbe erzeugt, wobei ausgehend von weiß bei maximaler Farbdeckung von Cyan, Magenta und Gelb Schwarz entsteht. In der Praxis ist dieses Schwarz aber eher ein Graubraun, weshalb es Schwarz als eigene Farbe in diesem System gibt, um tiefes Schwarz zu erreichen.
Früher war es nicht unüblich, Druckdaten bereits von Anfang an im CMYK-Farbraum zu verarbeiten. Abgesehen vom höheren Speicherbedarf gingen an diesen Bildern aber auch Farbinformationen verloren, zudem vertragen unterschiedliche Bedruckstoffe auch unterschiedlich hohen Farbauftrag und es konnten durch Farbraumkonvertierungen so immer mehr Informationen verloren gehen.
Heute ist es sinnvoller, Bilder so lange wie möglich im RGB-Farbraum zu belassen und erst zu dem Zeitpunkt in den Vierfarb-Farbraum zu übertragen, wenn klar ist, wie das Bild ausgegeben wird, der sogenannte Output Intent. Das RGB-Bild wird dann mit möglichst geringem Farbverlust umgerechnet, die Quelldaten bleiben aber unberührt und können für andere Verwendungszwecke ohne Probleme weiterverwendet werden.
Nun steht es jedem frei, für andere Objekte im Dokument ebenfalls den RGB-Farbraum zu verwenden. Besser ist es jedoch, Flächen und Text bereits in CMYK anzulegen. Auf diese Weise reduziert sich das Risiko, mit Farben außerhalb des im Druck möglichen Bereichs zu arbeiten, die später im schlimmsten Fall deutlich flacher und grauer dargestellt werden. (Quelle: (
http://foto.beitinger.de/farbmanagement/15_uebersicht_arbeitsfarbraeume.html))

Welches Übergabeformat?
Das Portable Document Format (PDF) von Adobe ist heute das sicherste und komfortabelste Datenübergabeformat. Es ermöglicht Dokumentseiten inklusive aller Elemente (Bilder, Schriften, Vektoren, Metadaten, usw.) aufzunehmen und mit einem geeigneten PDF-Betrachter prinzipiell unverändert darzustellen, egal wo und wie die PDF erstellt wurde und wo sie betrachtet wird.
Die Qualität einer PDF hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Um die besonderen Anforderungen einer Druck-PDF sicherzustellen, wurde für die Verwendung in der Druckindustrie der PDF/X-Standard entwickelt, aktuell PDF/X-4 bzw. PDF/X-5 die auf PDF-Version 1.6 basieren. Bei der Erstellung dieser Formate wird auf das Vorhandensein von Vorgaben bzw. die Einhaltung bestimmter Richtlinien hin geprüft und das Ergebnis ist eine in der Regel produktionssichere PDF-Datei.
Das PDF-Format gilt als geschlossenes Dateiformat, es können bzw. sollten nachträglich keine Änderungen mehr vorgenommen werden.
Neben PDF-Dateien können auch reine Bilddokumente wie TIFF oder JPEG als geschlossene Daten angesehen werden. Da diese Formate pixelbasiert und zum Teil komprimiert sind, müssen für ein optimales Druckergebnis einige Dinge beachtet werden.
Neben den geschlossenen Formaten besteht die Möglichkeit, offene Daten zu liefern. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Vollständigkeit der gelieferten Daten, Verknüpfungen und Schriften müssen einzeln vorhanden sein. Die Bereitstellung offener Daten empfiehlt sich, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie druckreife PDF-Daten erstellen können.
Die mittlerweile veralteten PostScript-Formate EPS und PS sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Beide können keine echten Transparenzen darstellen, sondern reduzieren diese, ein Schritt der idealerweise erst am Raster Image Processor (RIP) erfolgen sollte.

Warum Schriften einbetten?
Einer der großen Vorteile des PDF-Formates ist die Möglichkeit, Schriften einzubetten. Diese Funktion sorgt dafür, dass in der Datei enthaltener Text genau so angezeigt wird, wie er ursprünglich gesetzt wurde. Fehlt die Schrifteneinbettung kommt es in der Regel zu Darstellungsfehlern, da statt dessen Ersatzschriften verwendet werden, die möglicherweise einen anderen Charakter besitzen. Dadurch verändert sich im schlimmsten Fall das gesamte Erscheinungsbild.

 

 

 


 

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